Sieben Tipps

für eine gute

Prüfungsvorbereitung

Ob Lernkontrolle, Wörtertest, Prüfung, Aufnahmeprüfung oder Abschlussprüfung – es begegnen uns regelmässig Prüfungssituationen. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, dass der Prüfungsstress nicht zur Belastung wird.

Mit den folgenden sieben Tipps kannst du gezielt und sinnvoll lernen, deinen Lernerfolg erhöhen und gelassener an die nächste Prüfung herangehen.

1. a) Zielgerichtet lernen
Welche Themen werden abgefragt? Welche Arten von Aufgaben werden gestellt? Um die Antwort zu erhalten, lohnt es sich, in der Zeit vor der Prüfung besonders aufmerksam zu sein. Die Lehrperson gibt oft Hinweise wie „Das solltet ihr euch noch einmal ansehen“. Gehe all deine Materialien zum Thema durch (Hefteinträge, Arbeitsblätter, Übungen etc.) und frage, falls möglich, nach alten Prüfungen für einen guten Themenüberblick.

Passend zu den Anforderungen kannst du zielgerichtet lernen. Steht zum Beispiel ein Diktat an, liegt der Schwerpunkt auf der Rechtschreibung. Dafür musst du dich anders vorbereiten als für eine Prüfung, die Daten und Fakten abfragt. Im zweiten Fall sind die richtigen Merkstrategien wichtig.

1. b) Mit den richtigen Strategien lernen
Merkstrategien hängen vom Lerntyp ab: Kannst du dir am besten etwas merken, was du siehst, hörst oder erlebst? Mit der Lernstrategie, die zu dir passt, erzielst du nämlich die besten Lernerfolge. Lies dazu auch unseren Artikel zu Lerntypen.

Sind Themen dabei, die du passiv lernen kannst? Wortschatz in den Fremdsprachen kann man zum Beispiel wunderbar lernen, indem man Gegenstände mit Klebezetteln versieht. So liest man immer wieder die Begriffe und merkt sie sich ganz nebenbei.

2. Material vorbereiten
Bevor es mit dem Lernen losgeht, musst du unbedingt prüfen, ob du das nötige Lernmaterial beisammen hast. Dazu zählen Notizen aus dem Unterricht, Folien, Arbeitsblätter, Hausaufgaben und Bücher. Sollten wichtige Unterlagen fehlen, beschaffst du dir das fehlende Material.

3. Zeitplan aufstellen
Zuerst verschaffst du dir einen Überblick über die angekündigten Prüfungen. In Prüfungsphasen stehen in der Regel gleich mehrere Prüfungen in einer kurzen Zeitspanne an. Gerade dann ist es wichtig, einen geordneten Zeitplan zum Lernen aufzustellen.

Innerhalb eines Faches stellst du dir Lernetappen auf. Diese können durchaus sehr detailliert gestaltet werden. So erhältst du einen guten Überblick über die Themen. Beim Lernplan ist es wichtig, auch Pausen einzuplanen. Für Prüfungen sind ein bis zwei Wochen als Lernphase sinnvoll. Bei grösseren Prüfungen ist entsprechend mehr Zeit nötig.

4. Stärken und Schwächen kennen
In der Vorbereitung der Themen, des Materials und des Zeitplans wird dir auffallen, was du bereits gut kannst und wo du noch Schwächen oder Wissenslücken hast. Schreib dir beides auf! Diese Liste hilft dir bei der Einschätzung, wie viel du zu lernen hast – zeigt dir aber gleichzeitig auch,  was du schon beherrschst.

5. Zeitdruck üben
Unter Zeitdruck schleichen sich gerne Fehler ein, die unnötig sind, da sie nicht von fehlendem Wissen kommen. Es ist daher sinnvoll, deine Zeit einzuschätzen, dein Arbeitstempo zu trainieren und zu üben, unter Zeitdruck zu arbeiten.

Ein gutes Gefühl für Zeit bekommst du, wenn du für bestimmte Aufgaben die Zeit stoppst. Wie lange brauchst du für eine Skizze, wie lang für eine Textaufgabe? Das hilft dir, die zur Verfügung stehende Zeit in einer Prüfung gut einzuteilen. Um Geschwindigkeit zu trainieren, stellst du dir einen Wecker, bevor du eine Aufgabe löst und trainierst dies regelmässig.

6. Probeprüfung machen
Versuche, alte Prüfungen zu erhalten und damit zu üben. Bei mündlichen Prüfungen kannst du die Situation mit  Mitschülerinnen und Mitschülern üben,  die dir Fragen stellen. Wenn du mit dieser Art von Prüfung vertraut bist, gewinnst du immer mehr Routine und die tatsächliche Prüfungssituation wird weniger ungewohnt. Das hilft, die Nervosität zu reduzieren.

Probeprüfungen solltest du nicht zu nah vor der Prüfung machen. Plane Zeit ein, die Aufgaben zu kontrollieren und die Lehrperson nochmals zu fragen, wenn du Schwierigkeiten hast. Einen Tag vor der Prüfung ist dies nicht sinnvoll. Am letzten Tag vor der Prüfung gönnst du dir am besten einen Pausentag – lerne nicht bis zur letzten Minute, sondern unternimm etwas Schönes.

7. Ruhe bewahren
Wenn du gut vorbereitet bist, musst du vor der anstehenden Prüfung keine Angst haben. Wenn die Prüfung beginnt, liest du alles durch, um einen Überblick zu erhalten. Beginne dann mit einfachen Aufgaben, die du sicher lösen kannst. Lass schwierige Aufgaben für den Schluss offen, damit du nicht unnötig Zeit verlierst.

Wenn du eine Blockade hast, denke an etwas anderes und hänge nicht verzweifelt an der Aufgabe fest. Schau zum Beispiel aus dem Fenster oder, wenn es erlaubt ist, iss oder trink etwas. Oftmals geht es danach wieder ohne Probleme weiter. Falls nicht, gehst du zur nächsten Aufgabe weiter. Wichtig: Bleib ruhig!