Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS, früher auch Legasthenie)

Das sind Hinweise auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche:

  • Aufsätze, die auf Grund von Rechtschreibfehlern nicht lesbar sind
  • schriftliche Nachrichten, die nicht „entzifferbar“ sind, obwohl in der Erstsprache verfasst
  • Rechtschreibfehler, die keine Systematik erkennen lassen, weil ein und dasselbe Wort immer wieder unterschiedlich falsch geschrieben wird
  • Kinder, die im 4. Schuljahr beim Lesen noch mit dem Finger von Wort zu Wort wandern und den gelesenen Text dennoch nicht verstehen

Alle Kinder, die Lesen und Schreiben lernen, machen zunächst Fehler. Bei den meisten entwickelt sich jedoch nach einer gewissen Übungszeit eine Routine, sowohl im Schreiben als auch im Lesen. Die Fehlerhäufigkeit nimmt ab, bei einigen Kindern jedoch nicht. Hier muss man genauer hinschauen und diagnostisch feststellen, ob eine Lese-Rechtschreibschwäche vorliegt.

Bestätigt sich die Annahme, so wird ein individueller Lernplan erarbeitet, um das Kind gezielt zu unterstützen.

Rechenschwäche (RS, früher auch Dyskalkulie)

Das sind Hinweise auf eine Rechenschwäche:

  • wenn Kinder grundlegende Schwierigkeiten mit der Mathematik haben (Grundoperationen wie Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division)
  • nach wie vor mit den Fingern rechnen
  • Zahlen nicht als dahinter stehende Mengen erkennen
  • Rechenregeln anwenden, ohne den Sinn zu verstehen
  • in Textaufgaben erforderliche Rechenschritte nicht erkennen können
  • entsprechend schlechte Prüfungen und Tests schreiben, obwohl in anderen Fächern akzeptable Noten vorliegen

In solchen Fällen muss man, wie bei der Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS / Legasthenie), genauer hinschauen. Es ist wiederum diagnostisch festzustellen, ob eine Rechenschwäche vorliegt.